Südamerikareise 2010: Berichte von den Reisetagen

Eine Reisegruppe mit Teilnehmern aus unserer Kirchengemeinde und mit Vertretern verbundener Fördergruppen von Sozialprojekten in Südamerika war in Argentinien und Brasilien unterwegs, um abgeschlossene und laufende Projekte zu besuchen.

Zahlreiche Fotos zu den einzelnen Reisetagen finden Sie über die Untermenüs zu diesem Beitrag (links), sortiert nach Datum.

Montag, 23. August – Flug Frankfurt–Buenos Aires

Die Gruppe ist am späten Abend in Buenos Aires angekommen und erholte sich vom 13-stündigen Flug.

Dienstag, 24. August – Buenos Aires

Am Vormittag stand eine Stadtrundfahrt in Buenos Aires auf dem Programm. Wir lernten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser 13-Millionen-Metropole kennen. Am Abend flogen wir eineinhalb Stunden nach Resistencia. Am Flughafen erwartete uns bereits Schwester Asuncion, die Leiterin des Sozialzentrums in Margarita Belén, und begrüßte unsere Gruppe. Wir fuhren dann ins Hotel in der Stadtmitte in Resistencia, wo wir erst um Mitternacht ankamen.

Mittwoch, 25. August – Resistencia und Margarita Belén

Morgens besuchten wir in Resistencia die Kirche "Asuncion" – erste Wirkungsstätte von Pater Juan Fyrnys, dem Begründer vieler Sozialprojekte in und um Resistencia, die seit dem Tod von Pater Fyrnys von spanischen Ordensschwestern fortgeführt werden und von Beginn an von der katholischen Kirchengemeinde Frickenhausen unterstützt wurden. Danach fuhren wir nach Margarita Belén zur Dorfkirche. Bei dieser Kirche liegt Pater Fyrnys begraben; beim Grab steht sein Denkmal. Die Kirche war wegen Bauarbeiten geschlossen; sie ist zu klein geworden und wird gerade vergrößert.

Unser Weg führte weiter zum Sozialzentrum in Margarita Belén, zugleich Wohnsitz der Schwestern, die das Sozialzentrum, die Kindertagesstätte "Casa del Sol" und weitere Einrichtungen und Projekte leiten. Die frisch umgebaute Zahnarztpraxis und die anderen Räumlichkeiten des Sozialzentrums wurden besichtigt. Zu Fuß ging es dann in die nahe gelegene Kindertagesstätte "Casa del Sol", wo wir gemeinsam mit den Kindern das Mittagessen einnahmen.

Kinder im Casa del Sol beim gemeinsamen Spiel nach dem Mittagessen

Nachmittags wurden kleine Handwerksbetriebe besucht, die Unterstützung zur Existenzgründung erhalten hatten: Zuerst eine Schreinerei im Aufbau, dann der Schuhmacherbetrieb Cardozo, der seit 2006 langsam, aber stetig expandiert und Mitarbeiter einstellt, und zuletzt eine 2007 gegründete und inzwischen mit mehreren Angestellten arbeitende Schreinerei.

Besuch im Schuhmacherbetrieb Cardozo

Beim anschließenden Spaziergang durch Margarita Belén trafen wir viele der Bewohner vor allem der zwischen 2002 und 2004 mit Spenden aus der Kirchengemeinde gebauten Häuser an; wir Besucher wurden herzlich und dankbar begrüßt.

Zum Abschluss wurde eine kleine Radiostation besucht, die über UKW einige Kilometer um Margarita Belén zu empfangen ist. Neben Musik, örtlichen und überregionalen Nachrichten von sieben bis 24 Uhr wird werktags für zwei Stunden ein Bildungsprogramm gesendet, das von den Schwestern aus dem Sozialzentrum gestaltet wird.

Donnerstag, 26. August – "Campo-Schule" in El Tropezón/Colonia Benitez

Am Morgen führte unser Weg uns als Erstes zur Wohnung von Frau Lavia, der früheren Rektorin der so genannten "`Campo-Schule". Sie musste ihre Arbeit wegen Krankheit aufgeben, ist aber immer noch die Kontaktperson nach Frickenhausen für alle Projekte in der "Campo-Schule" und in deren Umfeld.

Die "Campo-Schule" heißt mit "offiziellem" Namen "EGB No.4 Ida Yolanda Vallejos"; sie ist eine Primarschule, die abseits befestigter Wege und von größeren Siedlungen in der teils als Rinderweide genutzten Buschlandschaft um Resistencia, dem "Chaco", gelegen ist. Sie wird von den Kindern der auf den riesigen Grundstücken verstreut lebenden Familien besucht, die teils sehr lange tägliche Schulwege haben. Nachdem diese Schule nicht nur abseits der Wege, sondern offenbar auch abseits der Unterstützung des Staats als Schulträger lag, hat unsere Kirchengemeinde 2004 begonnen, diese Schule finanziell zu unterstützen. So wurden inzwischen mit Spenden aus Frickenhausen ein Klassenzimmer, ein Kindergartenraum und, ganz aktuell, gerade fertig gestellt, ein Bibliotheksraum angebaut. Vor allem Mittel aus dem jährlichen Flohmarkt in Großbettlingen wurden dort eingesetzt. Außerdem finanzieren wir eine tägliche Schülerspeisung für alle Schüler dort; zubereitet werden diese Mahlzeiten von ehrenamtlich arbeitenden Müttern von Schülern. Aktuell wurde der Erlös der letzten zwei Jahre aus dem jährlichen Flohmarkt der Kirchengemeinde beim Panti in Großbettlingen für diese Schülerspeisung verwendet.

Diese "Campo-Schule" war das nächste Besuchsziel. Die Reisegruppe wurde schon erwartet; alle Schüler und Lehrer standen Spalier und begrüßten uns. Auch viele Eltern und ehemalige Schüler waren gekommen. Die neue Rektorin Sabadini und der Bürgermeister von Colonia Benitez (auf dieser Gemarkung liegt die Schule) hielten Begrüßungsreden, und ein Vertreter der Eltern bedankte sich in einer bewegenden Rede für die geleistete Hilfe. Eine Musikgruppe spielte argentinische Volksmusik. Zwei Mütter führten einen argentinischen Tanz vor, und eine Schülergruppe tanzte für uns Besucher.

Für alle Anwesenden gab es dann ein einfaches Mittagessen – frittierte Teigtaschen und süßes Gebäck. Pfarrer Jopp segnete den neu angebauten Bibliotheksraum, und mit Durchschneiden eines Bandes vor der Tür wurde er zur Nutzung übergeben. Der Raum wurde erst wenige Tage vor dem Besuch fertig gestellt; die Einrichtung wird erst noch erfolgen. Für alle Schüler wurden nützliche Geschenke mitgebracht und der Schulleiterin zum Verteilen übergeben.

Weiter führte unsere Fahrt nacheinender zu zwei Familien, die jeweils abgeschieden im Buschland in einfachen Behausungen leben; jeweils ein Kind in jeder dieser Familien wird durch eine Patenschaft mit monatlichen Zahlungen unterstützt.

Zum Schluss des Tages fuhren wir noch ins Sozialzentrum nach Margarita Belén. Dort nahm die Gruppe am Abschluss-Workshop der örtlichen Gruppe einer landesweiten Friedensinitiative teil. Einzelne Mitreisende besuchten während dessen ihre Patenkinder in deren Zuhause. Erst lange nach Einbruch der Dunkelheit kamen wir wieder ins Hotel in Resistencia zurück.

Freitag, 27. August – Margarita Belén / Kindertagesstätte "Casa del Sol"

Ausschließlich in Margarita Belén lagen unsere heutigen Besuchsziele. Zuerst besuchten wir eine Näherei: Frauen aus dem Ort sind dabei, eine genossenschaftlich organisierte Näherei zu gründen. Erste Produkte konnten wir bereits besichtigen: Kleidungsstücke vor allem für den lokalen Markt.

Dann besuchten wir nacheinander zwei Familien, die aus Spendenmitteln Hilfe zum Bau bzw. Erwerb eines kleinen Hauses erhalten hatten (wobei "Haus" dort ein Gebilde mit zwei Zimmern, aus Ziegelstein gemauert, mit Wellblechdach, bedeutet). Beide Familien bedankten sich herzlich, da sie bisher in weit schlechteren Verhältnissen gewohnt hatten.

Wir wanderten dann durch Margarita Belén zur Kindertagesstätte "Casa del Sol". Dort erhielt unsere Gruppe zusammen mit den dort betreuten Kindern ein Mittagessen. Am Nachmittag wurde der von einer Esslinger Familie gestiftete neue Spielplatz des "Casa del Sol" eingeweiht, mit großen Spielgeräten, einer Rutsche, Schaukeln usw. Bereits dazu waren viele der betreuten Kindern mit Eltern und Geschwistern gekommen.

Für das anschließende Fest in der Vorhalle des "Casa del Sol" vergrößerte sich die Besucherzahl erneut. Fast alle der über 200 Patenkinder waren gekommen, zumeist mit Familie. Eine Gruppe Kinder führte einen Flaggentanz vor mit den Flaggen der Länder, aus denen die meisten der Einwanderer nach Argentinien kamen. Andere tanzten für Besucher und Einheimische traditionelle Tänze. Alle Kinder, die die Kindertagesstätte "Casa del Sol" besuchen und dazu alle Kinder, für die eine Patenschaft besteht, erhielten dann jeweils ein Geschenk mit nützlichen Artikeln des täglichen Bedarfs und Lebensmitteln, die nicht nur den beschenkten Kindern, sondern der ganzen Familie nützen.

Mitgereiste Paten hatten die Gelegenheit, mit ihren Patenkindern und deren Eltern zu sprechen; manche Kinder luden ihre Paten nach Hause ein. Eigens für dieses Zusammentreffen wurden mehrere junge Leute aus Resistencia, die Deutsch lernen und teilweise bereits studienhalber in Deutschland waren, als Übersetzer engagiert; diese begleiteten uns den ganzen Tag und ermöglichten viele Unterhaltungen.

Nach einer Pause trafen wir Reisenden mit den örtlichen ehrenamtlichen Helfern zusammen, die als Team die beiden Ordensschwestern aus dem Sozialzentrum unterstützen. Die Mitglieder dieses Teams berichteten uns Besuchern über die Situation der meist armen Familien im Dorf, und über die Auswahl besonders Bedürftiger für finanzielle oder strukturelle Hilfe aus Spendenmitteln, vermittelt und organisiert über das Sozialzentrum.

Ein gemeinsames Essen mit den im Sozialzentrum ehrenamtlich tätigen einheimischen Ärzten und den ehrenamtlichen Helfern aus dem vorangegangenen Gespräch schloss den Abend ab. Als Hauptgericht gab es  Asado, nach argentinischer Sitte am offenen Feuer gegrilltes Fleisch.

Samstag, 28. August – Resistencia

Der erste Besuch am Morgen galt einem Kloster mit Clarissen-Schwestern, dem Orden, den die heilige Clara aus Assisi gegründet hat. Acht Schwestern leben dort in Klausur in der vor etwa 25 Jahren errichteten Klosteranlage. Wir besichtigten den zugänglichen Bereich des Klosters und die Hostienbäckerei. Für diese war mit Spenden aus Frickenhausen eine Hostienmaschine angeschafft worden. Die Schwestern verkaufen die dort gefertigten Hostien an umliegende Pfarreien, als Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt.

Im Kloster bei den Clarissen in Resistencia

Weiter fuhren wir ganz an den Rand von Resistencia zur Farm "Refugio San José", deutsch kurz "Die Zuflucht" genannt. Sie wird von Pfarrer Crippa geleitet. Zurzeit wohnen dort 21 jugendliche und erwachsene Männer, die drogensüchtig oder alkoholkrank sind und unter anderem mit harter Arbeit in diesem landwirtschaftlichen Betrieb therapiert werden. Die Patienten arbeiten in kleinen Gruppen zusammen und bewirtschaften die Farm, die überwiegend Viehzucht betreibt (Rinder, Schweine, Hühner...). Andere führen Metall- oder Elektroarbeiten aus, wobei in diesen beiden Berufen Lehrer aus einer nahe gelegenen Schule die Patienten zugleich ausbilden. Mit Kenntnissen in einem dieser Berufe und in der Landwirtschaft haben die Männer die Chance, nach erfolgreicher Entzugs-Therapie (Aufenthalt mindestens ein Jahr) ein geregeltes Arbeitsleben aufzunehmen. Die Familien der Patienten werden nach Möglichkeit in die Behandlung eingebunden mit dem Ziel, dass die Patienten später möglichst wieder zu ihren Familien zurück kehren können.

Refugio San José – "Die Zuflucht" – am Stadtrand von Resistencia

"Die Zuflucht" lebt vom Erlös der erzeugten landwirtschaftlichen Produkte. In einem Ladengeschäft in der Stadtmitte von Resistencia werden von ehrenamtlichen Helfern die Erzeugnisse der Farm verkauft. Weitere Ehrenamtliche arbeiten auf der Farm in der Küche und anderen begleitenden Bereichen.

Diese Einrichtung wurde mit Spenden aus der Kirchengemeinde unterstützt, u. a. zum Bau einer großen Überdachung für die Hühnerhaltung.

Der Nachmittag galt dem Besuch der Gemeinde "San Gerardo" mit der Gerhardskapelle, gelegen in einem armen Wohnviertel am Rand von Resistencia. 2004 wurde diese mit einer zweckgebundenen Einzelspende aus der Kirchengemeinde Frickenhausen gebaute kleine Kirche geweiht. Inzwischen hat die Gemeinde San Gerardo Räume angebaut für Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Arbeit. Mit ehrenamtlicher Arbeit, geleistet überwiegend von Frauen, werden in der Gemeinde zahlreiche Dienste wie Kommunionunterricht, Jugendarbeit und selbst Erwachsenenbildung geleistet. Das Geld für diese Gebäude-Anbauten wurden ebenfalls von Frickenhausen gespendet.

Die Mitarbeiterinnen in der Gemeindearbeit von San Gerardo

Sonntag, 29. August – Busfahrt von Resistencia nach Foz do Iguaçu

Wir fuhren heute mit einem Bus von Resistencia aus, über eine weite Strecke entlang der Grenze Argentiniens zu Paraguay, nach Foz do Iguaçu, gleich hinter der Grenze in Brasilien gelegen (eine Fahrt von mehr als zehn Stunden). Nach etwa zwei Dritteln der Strecke machten wir die einzige Besichtigung des Tages: die Ruinen der Indianerreduktion "San Ignacio Mini". Die Jesuiten hatten im 17. Jahrhundert in dieser Gegend insgesamt 30 solcher streng strukturierter Siedlungen gebaut. Dort wurden indianische Ureinwohner angesiedelt und von den Ordensleuten in Ackerbau, Viehzucht, Lesen und Schreiben, Sprachen und christlicher Religion unterrichtet. 1767 wurden die Jesuiten auf Anordnung des spanischen Königs Carlos III ausgewiesen. Binnen weniger Jahre verließen dann die meisten der indianischen Bewohner die Reduktionen; 1840 wurden sie endgültig aufgelöst.

Montag, 30. August – Iguaçu-Wasserfälle

Wir fuhren heute nach Argentinien zurück, um die Wasserfälle des Iguazu (= argentinische Schreibweise) von der argentinischen Seite zu besichtigen. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir mit einem Zügle mit offenen Waggons vom Eingang des Iguazu-Nationalparks in die Nähe der Wasserfälle. Oberhalb der Fälle führt ein über einen Kilometer langer Steg in die Nähe der Stelle, an der das Wasser 80 m in die Tiefe fällt. Der Grund des Flusses war durch die aufgewirbelte Gischt kaum zu sehen. Danach gingen wir über ein weiteres Steg-System zu zahlreichen kleineren Fällen. An vielen Stellen entstanden Regenbögen durch das aufgewirbelte Wasser.
Wieder zurück auf der brasilianischen Seite, erkundete jeder für sich einen Vogelpark mit begehbaren Volieren, in dem eine Vielzahl tropischer Vögel, vom Ara bis zum Kolibri, beobachtet werden konnten.

Dienstag, 31. August 2010 – Iguaçu und Flug nach Rio de Janeiro

Die brasilianische Seite der Iguaçu-Wasserfälle (= brasilianische Schreibweise) war das heutige Ziel. Bei weitgehend sonnigen Wetter (27 °C) spazierten wir vormittags den Besichtigungsweg entlang. Auf der Aussichtsplattform am "Teufelsschlund" genannten hinteren Teil des Wasserfalls wurden wir Teilnehmer ordentlich durchnässt; einige hatten vorsorglich einen Regenumhang übergezogen. Spätnachmittags flogen wir weiter nach Rio de Janeiro.

Mittwoch, 1. September – erster Tag in Rio de Janeiro

Der Tag in Rio begann mit dem Besuch des Ambulatório da Providência, einer ambulanten Krankenstation für Aidskranke, mittellose Patienten und andere aus der Gesellschaft Ausgeschlossene, die keinen Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem haben. Den Patienten stehen dort Arztpraxen verschiedener Fachrichtungen zur Verfügung, dazu psychologische und seelsorgerliche Betreuung. Überraschend erwartete uns dort neben der Leiterin, Dra. Maria Inez Linhares, auch Bischof Romer, der vielen von früheren Besuchen in Frickenhausen und Großbettlingen und Firmspendungen im Dekanat Nürtingen in Erinnerung sein dürfte. Nach seiner Tätigkeit als Weihbischof in Rio war er 2002 nach Rom berufen worden. Eine Tätigkeit als Kurienbischof in Rom folgte, 2009 ist er als Pensionär nach Rio zurück gekehrt. Bischof Romer und Pfarrer Jopp feierten mit den Reiseteilnehmern und dem Personal des Ambulatório eine Heilige Messe. Danach besichtigte unsere Reisegruppe die Einrichtungen und Räume des Ambulatório.

Blutuntersuchungen im Labor des Ambulatório da Providência

Weiter ging es zur Talstation der Zahnradbahn, die uns auf den 710 m hohen Corcovado-Berg mit der bekannten Christusstatue "Cristo Redentor" brachte. Bei strahlendem Sonnenschein hatten wir eine gute Übersicht von oben über Rio, auf den Zuckerhut, zur Stadtmitte mit der modernen Kathedrale, und auf einige der bekannten Strände Rios wie Copacabana, Ipanema und Leblon.

Die 38 m hohe Christus-Statue auf dem Corcovado-Berg in Rio de Janeiro

Donnerstag, 02. September – zweiter Tag in Rio de Janeiro

Der vorgesehene Besuch im Aids-Pflegeheim Casa de Apoio Santo Antonio konnte aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden. Dafür brachen wir sehr früh zum Zuckerhut ("Pao de Acúcar" heißt er in Brasilien) auf, einem der Wahrzeichen Rio de Janeiros. Mit einer Seilbahn ging es in zwei Etappen hinauf (umsteigen auf dem Berg Morro da Urca). Dank der frühen Stunde hatte unsere Gruppe die Seilbahn und den Gipfel des Zuckerhuts fast für sich allein. Bei strahlender Sonne hatten wir eine weit reichende Rundumsicht, von der Niteroi-Brücke tief in der Guanabara-Bucht über den Corcovado bis zu den zahlreichen Stränden rundum.

Blick vom Zuckerhut auf Rio de Janeiro; auf der Bergspitze in der Mitte hinten ist ganz klein die Christus-Statue auf dem Corcovado zu sehen

Als nächstes fuhren wir in die Innenstadt zur Kathedrale, einem modernen Kirchenbau (1979), der 20000 Menschen fasst. Durch vier riesige, künstlerisch gestaltete farbige Glasfenster wird das Innere des Gebäudes beleuchtet. Mit dem Sonnenstand wechseln über den Tag Farbe und Lichtwirkung in der Kirche.

Die Kathedrale "São Sebastião do Rio de Janeiro", Bischofskirche von Erzbischof Dom Orani Tempeste

Zu Fuß erreichten wir dann ein Stadtviertel, in dem noch kleinere Wohn- und Geschäftsgebäude und Kirchen aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten sind. Vieles wurde seit der Kolonialzeit abgerissen, erst spät hat man sich auf das Erhalten besonnen.
Von dort ging es weiter zu einer Schiffsanlegestelle. Mit einem kleinen Ausflugsschiff fuhren wir, immer noch bei strahlendem Sonnenschein und 30 °C, zwei Stunden durch die Guanabara-Bucht und lernten die Stadt von der Meer-Seite kennen. Am Abend ließen wir die Reise bei einem gemeinsamen Essen ausklingen.

Freitag, 03. September – 3. Tag in Rio / Rückflug nach Deutschland

Den Vormittag nutzten einzelne Teilnehmer zum Baden an der Copacabana (bei stürmischem Meer; unser Hotel lag direkt am Strand), zu einem Strandspaziergang oder für letzte Einkäufe. Mittags fuhren wir zum internationalen Flughafen in Rio, zum Flug erst mal nach Sao Paulo. Nach Umsteigen dort flogen wir weiter Richtung Deutschland..

Samstag, 04. September – Ankunft in Frickenhausen

Gegen Mittag landete unser Flugzeug nach elfeinhalb Stunden Flug (ab Sao Paulo) in Frankfurt. Per Bus reiste unsere Gruppe zurück nach Frickenhausen zur Kirche/Omni; gegen 15 Uhr sind wir in Frickenhausen angekommen. 

 

Diese Informationen wurden tagesaktuell während der Reise erstellt und konnten bereits während der Reise jeweils am nächsten Morgen nach deutscher Zeit (bedingt durch die –5 Stunden Zeitverschiebung) abgerufen werden. Die Untermenüs mit den Fotos zu den einzelnen Tagen wurden später hinzu gefügt.

Fotos: Rudolf Heinz 

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