Der Zeltlagersteg in neuer Pracht

Das Team des Zeltlager Frickenhausen hat im Juni 2017 in einem Großeinsatz seinen Teilnehmern einen neuen Steg gebaut

Seit 47 Jahren verbringen viele Kinder aus dem Täle beeindruckende Ferientage am Metzisweiler Weiher bei Bad Wurzach. Über Jahrzehnte hinweg hatte Pfarrer Jopp seinen vierwöchigen „Urlaub“ eingebracht, um den Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde unvergessliche Momente in der Natur des Allgäus zu ermöglichen. Dass das Leben in der Natur wirkt und prägt, sieht man daran, dass viele der heutigen Teilnehmer Kinder und Enkel früherer Teilnehmer sind. Waren es damals bis zu 80 Kinder je Freizeit, ist heute die Teilnehmerzahl auf 60 je Freizeit begrenzt. Wen der Zela-Virus (Zeltlager-Frickenhausen-Virus) gepackt hat, der kommt nicht mehr davon los. Seit gut zehn Jahren liegt die Verantwortung für die vier Freizeiten in den Händen eines rund zwanzigköpfigen Betreuerteams – allesamt selbst mit einer Biografie als Teilnehmer/Hilfsbetreuer/Betreuer bis hin zum Lagerleiter. Der Zeltplatz am See ist zweite Heimat geworden – ein Sommerfilialort der Kirchengemeinde Frickenhausen im Verbund mit der Seelsorgeeinheit Hohenneuffen.

Stegreparatur 2017 -1    Stegreparatur 2017 -2
Die alten Steg-Bretter sind entfernt   Die neuen Bohlen werden montiert

Der See ist elementarer Teil des Lagerlebens

Das Leben in der Natur bedarf zwar der Regeln im Umgang mit den anderen Teilnehmern und im Umgang mit den geschützten Bereichen der Flora und Fauna – ein durchgetaktetes Programm braucht es nicht. Der See, von der Lagerwiese über den Schilfgürtel beginnend und sanft tiefer werdend, prägt das Zusammenleben der Lagergemeinschaft. Ein 25 m langer Badesteg überbrückt den Zugang vom Lagerplatz durch den Schilfgürtel hin zur Badetreppe und zu den zwölf eigenen, am Steg angedockten Booten. Drei Flöße, darunter das als Zielpunkt der Schwimmer fixierte Großfloß, geben Raum fürs „Chillen“ auf dem See oder für legendäre Aktionen wie die Floßkämpfe, Moorschlachten oder die Seeolympiade.        

Nichts ist endlich – Wind, Wetter und die Moorbotanik zerlegt das Stegholz

Lästig, aber auch wieder interessant zu sehen, ist, wie nichts vom Zela-Equipment  von ewiger Dauer ist. Die Natur hatte sich den vor zwanzig Jahren aus einer – vermeintlich – robusten Lärchenholzkonstruktion gebauten Steg zurückgeholt und durch die Zersetzung des Holzes in seiner Statik zu sehr geschwächt. Ein elfköpfiges Team aus der ehrenamtlichen Zela-Gemeinschaft machte sich deshalb am vorletzten Wochenende für zwei Tage auf den Weg ins Allgäu, um mit dem Fachverstand von drei Schreinern und dem Herzblut von acht „Laien“ ein neues Steg-Werk zu schaffen – darunter Studentinnen, Sozialarbeiter, BWLer und anderen Tastatur- und Kommunikationsarbeitern.
Für die Erneuerung der oberen Deckstruktur galt es, 2,5 Tonnen Bangkirai-Hartholz und eine halbe Tonne Aluminiumträger zuzuschneiden, anzupassen, flexen, profilieren, bohren, verschrauben und kinderfußgerecht mit der Fräse zu runden. Für den Schreinermeister der Bautruppe war es eine Freude zu sehen, wie sich so mancher „doppelte Linkshänder“ innerhalb von zwei Tagen zu einem echten Stegbauprofi wandelte. Stundenlang im See zu stehen und dabei effizient zu arbeiten war nur mit kraftvollen Akkuwerkzeugen möglich. Hervorheben möchte ich deshalb aus der tollen Bautruppe den Frickenhäuser Tobias Hofbauer, der unermüdlich und geduldig vorarbeitete und das Werkzeug seines Betriebes  www.hofbauer-ausbauen.de zur Nutzung bereit hielt. Dank gilt auch den Nürtinger Metabowerken, die für das Projekt brandneue Testwerkzeuge zur Verfügung stellten.

Hubert Neumann, Zweiter Vorsitzender der Kirchengemeinde Frickenhausen

Für die beiden mittleren Zeltlager-Freizeiten 2018 gibt es noch freie Plätze:

Jungen 2:  Donnerstag, 2. August bis Donnerstag, 9. August 2018,
Mädchen: Donnerstag, 9. August bis Donnerstag, 16. August 2018
Für Jungen und Mädchen ab 10 bis 16 Jahren..
Was kostet das Zela?
1 Freizeit = 110 € pro Teilnehmer
Nähere Informationen zum Zeltlager finden Sie unter www.zela-frickenhausen.de
Anmeldung über das Kath. Pfarrbüro Kolpingstr. 8, Frickenhausen, Tel. 07022/41710

Hier weitere Fotos vom zweitägigen Arbeitseinsatz

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Fotos: Hubert Neumann

 

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